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Grusswort Bundesrat Martin Pfister

Die Geschichte der Schweiz kennt Orte, die mehr sind als geografische Punkte auf einer Landkarte. Sie sind Erinnerungsräume; Orte, wo sich Vergangenheit und Gegenwart berühren und wir uns an unsere Herkunft erinnern. Morgarten ist ein solcher Ort.

 Zwischen den Hängen des Ägeritals und den Ufern des Ägerisees gelegen, erinnert uns die Landschaft an ein Ereignis, das in das historische Bewusstsein der Schweiz eingegangen ist. Morgarten steht für den Willen freier Menschen, Verantwortung für ihr Gemeinwesen zu übernehmen und gemeinsam für das einzustehen, was ihnen wichtig ist.

 Das Morgartenschiessen ist Ausdruck dieser Erinnerungskultur. Es hält eine Tradition wach, die über den sportlichen Wettkampf hinausreicht. Wie die Vereine und Verbände unseres Landes vermittelt auch das Morgartenschiessen Zusammenhalt und schafft Begegnungen zwischen Generationen und Regionen.  

 All dies lebt von der Bereitschaft, sich für die Leidenschaft für den Schiesssport einzusetzen. Die Organisatorinnen und Organisatoren, die Funktionäre, die Helferinnen und Helfer: Sie alle tragen das Morgartenschiessen wie ein unsichtbares Fundament. Ihr Einsatz macht es möglich, dass diese Tradition Jahr für Jahr weitergeführt und mit neuem Leben erfüllt wird. Dafür danke ich Ihnen herzlich.

 Dass die Menschen beim Morgartenschiessen zusammenkommen, miteinander diskutieren, lachen, feiern und gelegentlich auch darüber fachsimpeln, wer an diesem Tag den ruhigsten Anschlag hatte, ist von unschätzbarem Wert. Denn nichts wäre ärmer als eine Gesellschaft, die verlernt hat, miteinander zu feiern und sich an gemeinsamen Augenblicken zu erfreuen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gelungenes Morgartenschiessen, spannende Wettkämpfe, anregende Begegnungen und ein frohes Fest im Kreis der Schützenfamilie.

 Gut Schuss!

 Bundesrat Martin Pfister

Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS

 


Grusswort der Präsidentin MOKO

«Bald ist es wieder so weit. Wie immer am Tag vor St. Othmar treten wir in Morgarten zum grössten historischen Schiessen der Schweiz zusammen.

 Seit am 15. November 1912 das allererste Morgartenschiessen stattfand, veränderten sich der Kanton Zug, die Schweiz, ja die ganze Welt rasant. Würde ein Teilnehmer des ersten Schiessens heute erwachen, er wäre heillos überfordert. Aber wäre er an diesem einen Tag im November in Morgarten, so zeigte sich ihm eine vertraute Welt. Zwar schiessen nicht mehr nur Männer, die Waffen sehen etwas anders aus und schiessen präziser. Seit über einem Jahrhundert lebt das Morgartenschiessen jedoch die Tradition, die Kameradschaft, das Schiessen. Dieses historische Erbe zu bewahren und in die Zukunft zu führen – das ist meine Aufgabe als Präsidentin der Morgarten-Kommission.

 Ein herzliches Dankeschön gilt dem abtretenden Präsidenten, Urs Hürlimann, der zusammen mit der gesamten Morgarten-Kommission das Schiessen jahrelang mit viel Herzblut organisierte. In seine grossen Fussstapfen zu treten ist keine leichte Aufgabe. Zusammen mit allen Helferinnen und Helfern, den Schützinnen und Schützen und den zahlreichen Interessierten sehe ich mit viel Vorfreude dem 112. Morgartenschiessen entgegen.

 Es lebe die Tradition, die Kameradschaft – es lebe das Morgartenschiessen!»

Präsidentin MOKO

Laura Dittli


Das zweite Morgarten-Spektakel 2026

Spatenstich – Das zweite Morgarten-Spektakel
7. August bis 19. September 2026

 
Ein Luxusresort beim Morgarten-Denkmal? Was wie eine provokante Idee klingt, wird zur Zerreissprobe für ein ganzes Tal. Annette Windlin inszeniert mit ihrem Produktionsteam ein neues Freilichtspiel an geschichtsträchtigem Ort. Dabei treffen historische Konflikte auf heutige Begehrlichkeiten. Seit 1908 steht das Denkmal für Ruhe – bis eine schillernde Investorengruppe ein gigantisches Bauprojekt plant. Das Ägerital gerät in Aufruhr. Zwischen Aufbruchsstimmung und Widerstand steigt die Spannung. Das Stück von Paul Steinmann und Annette Windlin erzählt mit Witz und feiner Ironie von Macht, Erinnerung, Demokratie und von Schweizer Mythen, die ins Wanken geraten. Über 40 Laiendarstellerinnen und Laiendarsteller aus der Region bringen das gesellschaftliche Ringen auf die Bühne der Naturarena beim Denkmal. Wird am Spatenstich ein Fundament für die Zukunft gelegt oder ein Projekt begraben? Morgarten jedenfalls ist um eine Geschichte reicher.

 Uraufführung: 7. August 2026

Tickets im Vorverkauf: Morgartenspektakel